Die Fotogalerie vom letztjährigen Firmenfest. Der Eventhintergrund hinter dem Podium: Unternehmensfarbe, Marineblau, alles stimmt. Der Roll-up am Eingang: fast Marineblau — etwas wärmer, etwas violetter. Die gebrandeten Tischdecken: ein völlig anderer Ton, eindeutig zu hell. Im Raum war es vielleicht nicht auffällig. Auf den Fotos — ist es perfekt sichtbar. Und diese Fotos werden noch drei Jahre lang in der Firmengalerie stehen.
Das ist nicht die Schuld einer schlechten Druckerei. Keines dieser Materialien war fehlerhaft. Jedes ist genau so herausgekommen, wie es von diesem Substrat kommen sollte. Das Problem lag woanders — und es hätte behoben werden können, bevor überhaupt die erste Bestellung aufgegeben wurde.
Die Unternehmensfarbe ist eine Illusion von Konsistenz — bis sie nebeneinander auf sechs verschiedenen Substraten steht
Pantone 281 C ist ein Referenzstandard. Aber ein Referenzstandard für den Offsetdruck auf gestrichenem Papier bei standardisierter Beleuchtung. Dieselbe Farbe auf Sublimations-Polyestergewebe, Frontlight-Material, Selbstklebefolie oder Mesh sieht nicht identisch aus. Das sind unterschiedliche Substrate, unterschiedliche Drucktechnologien, unterschiedliche Oberflächenstrukturen und ein unterschiedliches Zusammenspiel mit Licht. Jedes davon kann einen anderen Farbeffekt ergeben.
Das ist weder ein Fehler des Grafikers noch eine Schwäche des Herstellers. Es ist die physikalische Eigenschaft der Materialien. Sublimationsgewebe gibt Farbe anders wieder als Frontlight-Material, das im UV- oder Solvent-HR-Verfahren bedruckt wird. Roll-up-Grafiken, Selbstklebefolie, hinterleuchtete Displays und Ausstellungsgewebe verhalten sich ebenfalls unterschiedlich. Substrat, Drucktechnologie, Oberflächenstruktur und die Art, wie Licht reflektiert oder durchgelassen wird, variieren. Jeder dieser Effekte verschiebt die wahrgenommene Farbe — und dieser Effekt ist unabhängig davon, wie gut der Hersteller ist.
Firmenevents sind der anspruchsvollste Farbtest des Jahres
Bei einer Außenwerbungskampagne sind die Materialien über eine Stadt verteilt — den Farbtonunterschied zwischen einem Banner an einem Standort und einem Roll-up an einem anderen ist praktisch unmöglich zu erkennen. Bei einem Firmenevent stehen alle Formate im selben Raum, unter denselben Scheinwerfern, für mehrere Stunden — und jedes Foto dokumentiert sie gleichzeitig.
Ein typisches Firmenevent im Q4 vereint mindestens mehrere verschiedene Druckformate gleichzeitig:
– Eventhintergrund / Eventstand. Kann aus Sublimationsgewebe, einem Textilmaterial wie Blackback, Mesh oder einem anderen, auf Konstruktion und Veranstaltungsort abgestimmten Substrat gefertigt werden.
– Roll-ups, Banner und Wegweiser am Eingang. Das können unterschiedliche Substrate sein: Roll-up-Grafik, Frontlight-Material, Folie oder Hartplatte. Jedes davon kann einen anderen Farbeffekt ergeben.
– Wegweiser und Raumbeschilderung. Selbstklebebfolie oder Hartsubstrate — eine weitere Kategorie.
– Dekorations- und Textilelemente. Stoffe, Tischdecken, Gestaltungselemente und gebrandete Accessoires — auch hier spielen Material, Technologie und Beleuchtung am Veranstaltungsort eine Rolle.
– Bühnen- und Raumgrafiken. Stretchgewebe, Eventcarpet, Raumgrafiken — oft ein Technologiemix an einem Ort.
Je mehr Formate aus verschiedenen Technologien nebeneinander stehen, desto sichtbarer wird der Farbtonunterschied bei der Unternehmensfarbe — besonders unter kühlem Hallenbeleuchtung oder dem Blitz des Fotografen.
Fühlen Sie das Material, bevor Sie entscheiden, was Sie für das Event bestellen
Sie bestellen einen 3×2 m Eventhintergrund für ein Firmenfest für mehrere tausend Euro. Sie haben ein Dutzend Materialien zur Auswahl — Sublimationsgewebe, Frontlit, Polyester verschiedener Grammatur, Stretch, auf Hartplatte kaschierte Folie. Jedes absorbiert Farbe anders, verhält sich anders unter dem Halogen des Bankettsaals und kommt auf Fotos anders heraus.
Labo Print verfügt über ein Musterbuch für Banner- und Textilmaterialien — ein physisches Set von Drucken auf verschiedenen Substraten und in verschiedenen Drucktechnologien. Das Musterbuch ermöglicht den Vergleich, wie dieselbe Referenzgrafik auf Materialien wie Frontlight, Polyester, Meshflag, Stretch PRO, Blackback, Carpet, Folien oder ausgewählten Hartmaterialien wirkt.
Mit dem Musterbuch in der Hand sehen und fühlen Sie den Unterschied zwischen den einzelnen Materialien und Drucktechnologien auf derselben Farbe, auf einem Dutzend Materialien gleichzeitig — und können entscheiden, welches Substrat für Ihr konkretes Event am besten geeignet ist. Bevor Sie die Bestellung aufgeben. Bevor irgendetwas in die Produktion geht.
Warum ein Bildschirmrendering nicht ausreicht
Ein Monitor zeigt Farben im RGB-Modus mit seinem eigenen Kalibrierungsprofil an. Druck funktioniert in CMYK auf einem physischen Substrat, das Farbstoff absorbiert. Ein Rendering ist eine Simulation — und eine gute — kann aber kein Musterbuch ersetzen, das man in der Hand hält und im tatsächlichen Licht des Eventorts betrachtet.
Besonders empfindlich für den Unterschied zwischen Bildschirm und Druck: kühle Farben (Marine, Kobalt, Violett) und dunkle gesättigte Rottöne — genau die Farben, die am häufigsten in Corporate Brand Guidelines erscheinen. Fragen Sie Ihren Ansprechpartner nach dem Labo Print-Materialmusterbuch, bevor Sie eine Bestellung für Eventmaterialien aufgeben.
Ein Hersteller für Eventformate — mehr Kontrolle über die Farbe
Farbkalibrierung ist kein „Einmal-für-immer“-Service. Bei jedem neuen Produktionslauf wird die Farbe neu abgestimmt — die Auftragshistorie ersetzt nicht die aktuelle Maschinenkalibrierung. Farbkonsistenz zwischen Formaten lässt sich leichter erreichen, wenn Materialien gemeinsam geplant werden, mit einer Farbreferenz und einem koordinierten Prozess. Das bedeutet nicht, dass jedes Substrat die Farbe identisch wiedergibt, aber es erlaubt, Unterschiede vorab zu erkennen und Materialien so auszuwählen, dass das Gesamtbild möglichst stimmig wirkt.
Ein Hersteller, der Eventhintergrund, Roll-ups und Wegweiser gleichzeitig realisiert, kalibriert alle Formate auf dasselbe Ergebnis. Ein Hersteller, der nur den Eventhintergrund macht, weiß nicht, wie der Roll-up kalibriert war, der früher bei einer anderen Firma bestellt wurde — und hat kein Werkzeug, um das zu prüfen.
Für ein Firmenfest, dessen Fotos in Jahresberichten und Vorstandspräsentationen erscheinen werden — ist das kein Detail.
Planen Sie Druckmaterialien für ein Firmenevent im Q4?
Fragen Sie nach dem Labo Print-Materialmusterbuch, bevor Sie Ihre Bestellung aufgeben. Sie sehen, wie dieselbe Farbgrafik auf Sublimationsgewebe, Frontlight, Mesh und Folie aussieht — und entscheiden, was für Ihr Event am besten geeignet ist, bevor irgendetwas in die Produktion geht.
Schreiben Sie uns mit Ihrer Formatliste und dem Eventdatum — wir empfehlen Materialien und besprechen die Details Ihrer Bestellung.
